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Der Umbau
zum Militärbahnhof erfolgte in den 30iger Jahren. Am westlichen
Bahnhofskopf entstand gleichzeitig ein Wärterstellwerk, dass ca 10jahre in Dienst stand.
Die Panzerverladerampe verfügte über einen beidseitigen Gleisanschluss.
Nach der Kapitulation 1945 entfernten die französischen Besatzer alle
Nebengleise bis auf Gleis 1. Das Wärterstellwerk wurde außer Betrieb genommen
und die Einfahrweiche 10 um einige Meter zurückgenommen. (Kürzung der
Hauptgleise). Ein Gruppenausfahrsignal in Richtung Stromberg wurde
aufgestellt.
1959 wurde das Gruppenausfahrsignal durch zwei neue Signale
ersetzt. 1964 wurde das Vorsignal zum Signal A rückgebaut und das Vorsignal Vg
erhielt einen Flügel. 1969 erfolgte der Rückbau von Weiche 3 mit Gl 4
(Flankenschutz). 1971 Einbau der Ausfahrsignale in Richtung Windesheim. 1977
Einbau Streckenblock 1979 Nachrüsten von Indusimagneten. Danach änderte sich bis zum 01.10.1984 nicht viel
an den Anlagen. Am 03.10.1984 endete die örtliche Besetzung des Bahnhofes
Schweppenhausen. Mitte der 90ziger erfolgte der Rückbau der
Gleisanlagen. In Höhe des Empfangsgebäudes wurde eine Weiche. Ca 50 Meter
Freiladefläche und die Kopframpe standen nun noch zur Verfügung. Doch schon
wenige Monate später wurde der Tarifpunkt Schweppenhausen aufgelöst. Die
Weiche und das Gleis sind heute noch vorhanden. Das Gelände wurde im Zuge
des Verkaufes des Empfangsgebäudes mitveräußert. Ende der 1990er Jahre wurde
die Kopframpe entfernt.
Bis vor einigen Monaten wurde
das Empfangsgebäude und das Gelände von einer Heizungsbaufirma gewerblich
genutzt. Aber auch das ist inzwischen Geschichte.
Heute wird das Empfangsgebäude nicht mehr gewerblich genutzt. |
Ab 1964 liegen mir die Dienstpläne mit
Unterlagen des Bahnhofs vor.
1964: 12 Durchgehende Reisezüge mit Halt; 4 Durchgehende
Güterzüge mit Halt, 13 Durchgehende Güterzüge ohne
Halt, 2 Skl Fahrten, 2 Sperrfahrten Weinzheimer,
45
Minuten Rangierzeit Kleinlok,
Der Bahnhof war Mon bis Freitags von 4.12 Uhr bis 21.23, Sam 4.12 bis 20.22 und
Sonntags von 7.26 - 19.58 (Sonn mit 2 Pausen zusammen 5 h) besetzt.
Zum Vergleich der Bf Idar Oberstein Mon - Son 5.05 bis 22.47 Uhr |
Strecke von km 8,7km bis km 11,6
Bauwerke: Kurz hinter Windesheim wechselt die Bahn auf die rechte
Guldenbachseite mittels einer Stahlbrücke. Hier finden sich im Oberbau noch
Schwellen, die älter als die Strecke sind. Sogar ein Andreaskreuz aus
Reichsbahnzeiten hat sich hier noch erhalten.
Das weitläufige Guldenbachtal bietet hier zahlreiche Motive. Besonders schöne
Motive von den Weinberghängen
auf die Strecke. Unmittelbar vor Schweppenhausen wird das Tal enger. Aber auch
hier findet der Fotograf schöne Motive.
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