Bahnhof Schweppenhausen
Bahnhof Schweppenhausen Hunsrück
Bahnhof Schweppenhausen in km 11,62
Seit der Eröffnung 1889 besitzt der Ort eine Station. Das erste Gebäude war ein kleiner Fachwerkbau wie er in den 1960iger Jahren z.B. in Külz oder Nannhausen zu finden war. (In Schweppenhausen diente das alte Gebäude wohl bis in die 1950iger als Nebengebäude.)  Der Ausbau zum Bahnhof erfolgte in den 1910er oder 1920 Jahren des letzten Jahrhunderts. Dabei wurde eines der schönsten Empfangsgebäude an der Strecke errichtet. Das selbe Gebäude wurde in Schillingen gebaut. Zu finden ist es auch im Saarland und an der Strecke Bitburg - Igel in der Eifel.
Weiter siehe UNTEN RECHTS

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Culemeyer“-Strassenroller"
in Schweppenhausen
Bilder vom Stellwerk und den Signalen  
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Der Umbau zum Militärbahnhof erfolgte in den  30iger Jahren. Am westlichen Bahnhofskopf entstand gleichzeitig ein Wärterstellwerk, dass ca 10jahre in Dienst stand. Die Panzerverladerampe verfügte über einen beidseitigen Gleisanschluss.
Nach der Kapitulation 1945 entfernten die französischen Besatzer alle Nebengleise bis auf Gleis 1. Das Wärterstellwerk wurde außer Betrieb genommen und die Einfahrweiche 10 um einige Meter zurückgenommen. (Kürzung der Hauptgleise). Ein Gruppenausfahrsignal in Richtung Stromberg wurde aufgestellt. 
1959 wurde das Gruppenausfahrsignal durch zwei neue Signale ersetzt. 1964 wurde das Vorsignal zum Signal A rückgebaut und das Vorsignal Vg erhielt einen Flügel. 1969 erfolgte der Rückbau von Weiche 3 mit Gl 4 (Flankenschutz). 1971 Einbau der Ausfahrsignale in Richtung Windesheim. 1977 Einbau Streckenblock 1979 Nachrüsten von Indusimagneten.  Danach änderte sich bis zum 01.10.1984 nicht viel an den Anlagen. Am 03.10.1984 endete die örtliche Besetzung des Bahnhofes Schweppenhausen. Mitte der 90ziger erfolgte der Rückbau der Gleisanlagen. In Höhe des Empfangsgebäudes wurde eine Weiche. Ca 50 Meter Freiladefläche und die Kopframpe standen nun noch zur Verfügung. Doch schon wenige Monate später wurde der Tarifpunkt Schweppenhausen aufgelöst. Die Weiche und das Gleis sind heute noch vorhanden. Das Gelände wurde im Zuge des Verkaufes des Empfangsgebäudes mitveräußert. Ende der 1990er Jahre wurde die Kopframpe entfernt.

     Bis vor einigen Monaten wurde das Empfangsgebäude und das Gelände von einer  Heizungsbaufirma gewerblich genutzt. Aber auch das ist inzwischen Geschichte.
Heute wird das Empfangsgebäude nicht mehr gewerblich genutzt.

Ab 1964 liegen mir die Dienstpläne mit Unterlagen des Bahnhofs vor.
1964: 12 Durchgehende Reisezüge mit Halt;  4 Durchgehende Güterzüge mit Halt,   13 Durchgehende Güterzüge ohne Halt,   2 Skl Fahrten,  2 Sperrfahrten Weinzheimer, 
45 Minuten Rangierzeit Kleinlok,  
Der Bahnhof war Mon bis Freitags von 4.12 Uhr bis 21.23, Sam 4.12 bis 20.22 und Sonntags von 7.26 - 19.58  (Sonn mit 2 Pausen zusammen 5 h) besetzt. 
Zum Vergleich der Bf Idar Oberstein Mon - Son 5.05 bis 22.47 Uhr

Strecke von km 8,7km bis km 11,6
Bauwerke: Kurz hinter Windesheim wechselt die Bahn auf die rechte Guldenbachseite mittels einer Stahlbrücke. Hier finden sich im Oberbau noch Schwellen, die älter als die Strecke sind. Sogar ein Andreaskreuz aus Reichsbahnzeiten hat sich hier noch erhalten.
Das weitläufige Guldenbachtal bietet hier zahlreiche Motive. Besonders schöne Motive von den Weinberghängen auf die Strecke. Unmittelbar vor Schweppenhausen wird das Tal enger. Aber auch hier findet der Fotograf schöne Motive.



 

Bis in die 1980er wurde in Schweppenhausen Weinbrand zur Weiterverarbeitung per Culemeyer zugestellt.
Extra für diesen Einsatz war auch eine Seilwindeanlage installiert worden.
Info zu
Kaelble K 631 ZR
1933 wurde von der Reichsbahn der „Culemeyer“-Strassenroller zum Transport von Eisenbahnwaggons auf der Straße entwickelt. Hierfür entwickelte die Firma Kaelble in Backnang spezielle Zugmaschinen und wurde zum Hauslieferanten für die Reichsbahn und die spätere Deutsche Bundesbahn. Die K 631 ZR/53 stammt aus einer Serie von 55 Zugmaschinen, die ab 1953 für die Deutsche Bundesbahn gebaut wurden und welche auch als Rangierfahrzeug auf der Schiene eingesetzt werden (Zweiwegefahrzeug) sollten. Das Fahrzeug besitzt deshalb ein Getriebe mit mehrere  Rückwärtsgänge für schnelle Rückwärtsfahrt. Die Zugmaschine ist mit einer Seilwinde ausgerüstet und konnte so die beladenen Waggons mit bis zu 40 Tonnen Gewicht auf die Roller ziehen. Ein Culemeyer-Gespann aus Zugmaschine, Roller und beladenem Waggon wog bis zu 60 Tonnen.
Leider haben sich bis heute keine Bilder vom Einsatz in Schweppenhausen gefunden. Deshalb drei Bilder vom Einsatz der Maschine in Eller an der Mosel.

Die Seite unterstützt haben: Prof.Dr Wolfgang Feuerhelm, Marcus Ruch, Klaus Dieter Ihmig, Andreas Philippi, Knut Schelenz, Andreas Tscharn,
Dr. Frank Halter, Günter Tscharn, Hans Werner Fischbach, Arnd Lewandowsky, Helmut Christmann, Martin Hörger, Frank Halter, Klaus Meyer zu Düttingdorf,
Letzte Änderung am Montag, November 07, 2011