Bahnhof Argenthal
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Bahnhof Argenthal Hunsrück in  30,9 Km
Als im Jahre 1889 die Strecke eröffnet wurde, durfte sich Argenthal für 14 Jahre als höchster Bahnhof im Hunsrück bezeichnen. Bestimmt war es in dieser Zeit besonders lebhaft in Argenthal, da die Loks von beiden Seiten Steigungen von 1:40 bewältigen mussten. Das erste Empfangsgebäude war ein kleiner Fachwerkbau. Erhalten ist eine Postkarte aus den 1920ern Jahren wo beide Empfangsgebäude zu sehen sind.
Nach Eröffnung der Strecken nach Boppard und Hermeskeil kam es nochmals zu Steigerungen im Verkehr und so musste nicht selten mit Loks nachgeschoben werden. Von Simmern aus, konnte das bis in die 1990iger Jahre beobachtet werden. Ehem. Fahrdienstleiter berichten von nächtlichen Versuchen, den Spätgüterzug mit der BR56 (G8.1) und einer Auslastung für die BR50 von Simmern nach Argenthal zu bringen. Die Versuche scheiderten meist in der Kurve in Höhe des Raiffeisenanschlusses. Nachdem die Züge dann gekürzt wurden in Simmern, schafften es auch die Bingerbrücker G8.1 nach Argenthal.

 

Links: Bahnhof Argenthal
mit VT98 Schienenbus an Gleis 2

Rechts:Mit Volldampf nach
Langenlonsheim

Zwei Bilder aus dem Jahre 1959

  Aber zurück zum Thema Empfangsgebäude: Das kleine Empfangsgebäude (von 1889) im Fachwerkbau genügte nach kurzer Zeit nicht mehr den Anforderungen. So wurde ein neues Gebäude um 1900 errichtet. Das neue Empfangsgebäude entsprach dem Standartbau (mittlere Empfangsgebäude Windesheim, Sohren, Hirschfeld, Hinzerath, Hoxel, Dhronecken, Pfalzfeld, Niederhausen/Nahe ). Um 1920 wurde dem Gebäude ein Stellwerksanbau angefügt. (siehe Postkarte). Gleichzeitig folgte der Anbau eines Güterschuppens. Während bei den anderen Stationen der Schuppen am Treppenhaus angebaut wurde, entschied man sich in Argenthal für die andere Seite. Die Räumlichkeiten im Bahnhof mussten aus diesem Grund getauscht werden.  So zog der Fahrdienstleiter in den Warteraumbereich und die ehemaligen Diensträume wurden zum Wartesaal. Ein vergleichbarer Stellwerksanbau ist noch Heute in Ebschied vorhanden. Ebenfalls erhalten blieb ein Bahnhofsplan von 1935 (siehe Pläne) wo dieser Anbau eingezeichnet ist. In den späten 1930iger Jahren erfolgte ein weiterer Ausbau des Bahnhofes Argenthal.  Ein geräumiger Stellwerksanbau ersetzte den kleinen steinernen Anbau. Dieser neue Anbau  ist noch heute verändert vorhanden.  Die Gleisanlagen wurden entsprechend der Lage ebenfalls erweitert. So gab es 3 Betriebsgleise, ein langes Gleis mit Verladerampe (Panzer) gegenüber des Empfangsgebäudes und ein 5tes  Gleis, welches dem Ladungsverkehr diente und  mit Rampe und langer Ladestrasse aufwarten konnte. Die Hauptgleise wurden ebenfalls verlängert. So lag die Einfahrweiche von Ellern her, noch vor dem Bahnübergang der B50. An beiden Bahnhofsenden waren kleine Stellwerksbauten errichtet worden. Denkbar ist die Sicherung der Straßen in unmittelbarer Nähe der Stellwerke mit Schranken. In den 1950igern sicherten aber nur Andreaskreuze den Übergang. (Das muss man sich mal heute vorstellen, wo Beamte normale Waldübergänge schon als Gefährlich einstufen, weil sie nicht technisch gesichert sind) Durch die Länge des Bahnhofs wurden nicht nur Einfahrsignale aufgestellt, sondern auch in jeder Richtung ein Ausfahrsignal (Richtung Ellern aus Gl 1, Richtung Simmern aus Gl 2). So konnte eine Zugkreuzung recht schnell abgewickelt werden. In den 50igern wurde in Richtung Ellern sogar noch ein Ausfahrsignal aus Gleis 2 aufgestellt. (Sonderheft EJ zeigt einen ausfahrenden  Personenzug und beide Signale). Die neue Blinklichtanlage benötigte das Signal um darüber angesteuert zu werden. (Bilder siehe Bildergalerie)
Zum Ladegleis ist noch anzumerken, dass  bis 1962 die Überkreuzanbindung vorhanden war.
Am 01.06.1962 (andere Unterlagen sprechen vom Feb 1962) endete die Zeit des Fahrdienstleiters in Argenthal. Bis zu diesem Tag, gehörte der Bahnhof zur Dienststelle Rheinböllen. Alle Signale wurden zurück gebaut und einige Weichen verschwanden ebenfalls. 1963 erfolgten weitere kleine Rückbauten und seitdem galt der Plan der unten zur Ansicht bereit gestellt wurde, bis ins Jahr 1984 mit Trapeztafeln und den beiden Ferngestellten Einfahrweichen. Nun begann das schnelle Sterben des Bahnhofs Argenthal. Im Januar 1991 wurde der Tarifpunkt für Wagenladungsverkehr aufgelassen (02.06.1991in den Akten . Im Jahre 1992 waren alle Gleise, bis auf das durchgehende Streckengleis, verschwunden. Erhalten geblieben ist das Empfangsgebäude und ein paar Spuren von Ladestraße und Rampe.

Güterzug unterwegs nach Bingerbrück mit Ortsblick Mutterschied

Rechts: Wolken über Mutterschied.
2010 Schienenbus vor Argenthal
 

 

Links: Letzter Personenzug nach Simmern vor Argenthal
Sonderzug 2010
Fast wie 1975

Interessant ist auch die ehemalige Schmalspurbahn die es in Argenthal am Anfang des 20Jahrhunderts gab. Sie dient nur dem Güterverkehr und führt unterhalb des heutigen Steinbruches in eine Grube.
Am Bahnhof selber kann der Spurensucher nur noch einen Damm in Richtung Ellern erkennen. Im Bereich der ehemaligen Gruppe findet man aber noch weitere Spuren und auch einige Schautafeln zum Thema.

Güterverkehr: Dank der Erzverladung hatte der Bahnhof eine Gleiswaage. Hauptfrachtgut war immer Holz im Bahnhof Argenthal.
In den letzten Jahren wurden auch Kesselwagen zugestellt.
 
Oben: 01. Juni 1984
Und Tschüss
Links: Bahnhof um 1920
     

Bahnhofspläne Argenthal 1930, 1950 und 1970

Projekt Modellbahn Bahnhof Argenthal

   
     
 

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Letzte Änderung: Sonntag, 19 Januar 2014

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