Bahnhof Heddesheim
Bahnhof Heddesheim Guldental Nahe

Bahnhof Heddesheim in km 6.12
Ein typischer Landbahnhof. Ein Hauptgleis und ein Kreuzungsgleis, Empfangsgebäude mit Güterschuppen, Ladestraße und Verladerampe. Das Ganze mit einem  Beamten besetzt der für alle Aufgaben zuständig ist. 
Weiter siehe UNTEN RECHTS

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Strecke 1,9 km (Kloningersmühle) bis 6,1 km (Heddesheim)
Rechts der Strecke begleiten nun Weinberge den Reisenden. Links sind es Felder; die die Bahn vom  Guldenbach trennen. Schon die Römer siedelten in dieser fruchtbaren Landschaft. Einziger Höhepunkt ist der Bahnübergang  auf halben Weg (Blinklichtanlage Lo57). Ab Km 5 begleitete bis in die 70iger Jahre eine Feldbahn die Bahnstrecke in den Bahnhof Heddesheim. Einmal kann ich mich als Kind an eine Parallelfahrt erinnern. Im Bahnhofsplan (siehe Unten) ist die Verladeanlage der Feldbahn  eingezeichnet.
Schöne Fotopunkte sind in diesem Bereich zu finden. Vor allem bei Autoverfolgern beliebt die Landstraße nach Langenlonsheim, die zum Verfolgen einlädt.

Feldbahn vom Lindelsgrund zum Bahnhof Heddesheim
Seit ca 1775 wurde im Lindesgrund Formsand für Eisenhütten im Bereich Stromberger Neuhütte abgebaut. Die Belieferung der Eisenhütten erfolgte mit Pferdefuhrwerken. Nach der Eröffnung der Hunsrückbahn im Jahre 1889 wurde der Sand im Bahnhof Heddesheim in Wagen verladen.
1911 wurde die erste Feldbahnstrecke (600m bis zur Straße) mit 600 mm Spurweite und einigen Kipploren in Betrieb genommen.
Gezogen wurden die Loren von Pferden, Kühen oder aber sogar durch menschliche Muskelkraft. Um den Guldenbach zu überbrücken wurde eine Holzbrücke errichtet. Erst 1924 wurde die Strecke bis zum Bahnhof Heddesheim verlängert. In den 30iger Jahren konnte der Versand nochmals gesteigert werden und die Feldbahn wurde für schwerere Züge hergerichtet. Bis zu 8 Güterwagen wurden nicht selten täglich im Bahnhof Heddesheim beladen. (ca 160t) Das erforderte 16 Fahrten der Feldbahn. In den 60iger Jahren begann der Abstieg. Viele Gießereien schlossen ihre Tore. 1972 wurde der Betrieb mit der Feldbahn eingestellt. 1974 wurden die Betriebsanlagen nach Afrika verkauft. Die Gleisanlagen im Bahnhof Heddesheim sind im Bahnhofsplan eingezeichnet. (siehe unten)

Aktuelles "Rund um Guldental"
Nachdem die Reaktivierung der Hunsrückbahn nun Formen annimmt, rührt sich Wiederstand in den Gemeinden Windesheim und Guldental. Zum Teil kommt es zu Beiträgen im Fernsehen, die die Gegner der Reaktivierung sehr SCHLECHT  aussehen lässt. Die Vertreter der Gemeinden glänzen mit sehr viel Unwissenheit und stellen Forderungen auf, die nicht nachvollziehbar sind.
In Guldental werden nun Lärmschutzwände gefordert. Dazu eine Radweg entlang der Bahntrasse.
Von einem Verkehrshalt wird nicht gesprochen.
Iin Guldental führen Politiker das Wort, die nicht viel Verhandlungsgeschick zeigen.

Ausbaupläne der DB Netz AG.

Zwischen Kloningersmühle-Heddesheim/Guldental und Windesheim plant die DB Netz AG einen zweigleisigen Abschnitt um Kreuzungen durchzuführen. Über 6 km muss ein zweites Gleis verlegt werden. Grundstücke müssen  vsl ebenfalls erworben werden.
Auf der Eifelhauptbahn wurde solche Abschnitte entfernt. Der Nutzen war zu gering. Bei 6  km können nur Verspätungen von bis zu 5 Minuten aufgefangen werden. Sinnvoll wären weitere Kreuzungsmöglichkeit (z.B. Schweppenhausen oder Windesheim) zu bauen und somit Verspätungen über 10 Minuten aufzufangen. Das sind nämlich die Verspätungen die einem Kunden richtig schaden, schon alleine wegen der Anschlüsse. Wenn es dann auch schon zum zweigleisigen Ausbau kommen sollte, hoffe ich auf eine zweigleisige kreuzungsfreie Anbindung in Langenlonsheim. Das Überführungsbauwerk ist noch vorhanden und der Abschnitt würde sich auf 8 km verlängern. Schwierigkeiten dürfte hierbei jedoch im Bereich Kloningersmühle entstehen. (Dichte Bebauung)

 


 

Bahnhof Heddesheim in km 6.12

Nur wenig Änderungen erfuhr der Bahnhof in seiner Geschichte. Schon bei der Eröffnung im Jahre 1889 erhielt Heddesheim eine Bahnstation. Um die Jahrhundertwende erfolgte dann der Ausbau zum Kreuzungsbahnhof. Das Empfangsgebäude wurde um 1910 gebaut. Beim Empfangsgebäude handelt es sich um das Baumuster "Kleines Empfangsgebäude". Die Besonderheiten  bei diesem Gebäude ist das seitliche Fenster im Warteraumbereich und der Dachstuhl. Ein kleines Nebengebäude ist auch heute noch erhalten. Dieses weicht ebenfalls von der Norm ab. All diese Tatsachen lassen den Schluss zu, dass die Bahnhofsanlage um 1910 erst erweitert wurde.
In den 1930iger Jahren erfolgte eine umfassende Modernisierung. So wurde das Überholgleis verlängert und ein Einheitsstellwerk in einem neuen Stellwerksanbau untergebracht. Ebenfalls umfassend erneuert wurde der gesamte Oberbau im Bahnhof. (Preußischer Oberbau mit Schienenbauform 8)  Nach dem Krieg wurden die Gleise 1 und 2 wieder gekürzt wobei die Weiche 10 verschoben wurde (noch heute am Bahnunterbau zu erkennen). Die Weichen 3 + 4 wurden ebenfalls Früh (1940-48) entfernt (Anbindung Landerampe von Gleis 1 nach Gleis 3 kreuzend mit der  Verbindung Weiche 5/6). Erst 1971 veränderte sich das Bild im Bahnhof. In beide Richtungen wurden Ausfahrsignale aufgestellt. 1977 erfolgte der Einbau von Streckenblock und 1979 wurden Indusisicherungen angebaut. Das alles verhinderte aber nicht mehr die Stilllegung, die nun Schrittweise erfolgte. Nach Jahren der Streichung im Fahrplan wurde am 01.10.1984  der Rückbau zur unbesetzten Ladestelle vorgenommen. Gleis 2 wurde Stillgelegt und wenige Jahre später ausgebaut. 1988 wurde der Güterwagentarifpunkt Heddesheim aufgelassen und die Ladegleise inkl aller Weichen gesperrt. In den 1990zigern erfolgte eine Erneuerung des Durchfahrtgleises. Dabei wurde die Verlegung des Gleiskörpers vom ehemaligen Gleis 1 ins Gleisbett Gleis 2 und der Ausbau aller Weichen (Reste) durchgeführt.

Interessanter LINK zum Thema Reaktivierung
www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=3119426

Manchmal musste ich schon lachen! :-))

 

Aktuelles "Rund um Heddesheim/Guldental" und der Hunsrückbahn
Im Forum für die Hunsrückbahn

 

Gesucht:
Historische Bilder vom Bahnhof Heddesheim.
Postkarten Unterlagen Fahrkarten
Bitte alles anbieten.
(Mir genügen Kopien. Ich scannen auch gerne für Sie ein, damit die Originale nicht beschädigt werden!)

 

 

 


 
Link zur Ortsgemeinde
         
 

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Letzte Überarbeitung: Donnerstag, Dezember 08, 2011