Bahnhofsschild
Bahnhof Heddesheim Guldental
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Bahnhof Heddesheim in km 6.12
Ein typischer Landbahnhof. Ein Hauptgleis und ein Kreuzungsgleis, Empfangsgebäude mit Güterschuppen, Ladestraße und Verladerampe. Das Ganze mit einem  Beamten besetzt, der für alle Aufgaben zuständig ist. 
Nur wenig Änderungen erfuhr der Bahnhof in seiner Geschichte. Schon bei der Eröffnung im Jahre 1889 erhielt Heddesheim eine Bahnstation. Um die Jahrhundertwende erfolgte dann der Ausbau zum Kreuzungsbahnhof. Das Empfangsgebäude wurde um 1910 gebaut. Beim Empfangsgebäude handelt es sich um das Baumuster "Kleines Empfangsgebäude". Die Besonderheiten  bei diesem Gebäude ist das seitliche Fenster im Warteraumbereich und der Dachstuhl. Ein kleines Nebengebäude ist auch heute noch erhalten. Dieses weicht ebenfalls von der Norm ab. All diese Tatsachen lassen den Schluss zu, dass die Bahnhofsanlage um 1910 erst erweitert wurde.

 

Links: Einfahrt In den
Bahnhof aus Richtung
Schweppenhausen

Rechts: Zustand 1984
Letzte Fahrt am 01.06.1984

Links: Ladestraße
und Triebwagen in Richtung Langenlonsheim

 

In den 1930er Jahren erfolgte eine umfassende Modernisierung. So wurde das Überholgleis verlängert und ein Einheitsstellwerk in einem neuen Stellwerksanbau untergebracht. Ebenfalls umfassend erneuert wurde der gesamte Oberbau im Bahnhof. (Preußischer Oberbau mit Schienenbauform 8 musste ersetzt werden)  Nach dem Krieg wurden die Gleise 1 und 2 wieder gekürzt wobei die Weiche 10 verschoben wurde (noch heute am Bahnunterbau zu erkennen). Die Weichen 3 + 4 wurden ebenfalls Früh (1940-45) entfernt (Anbindung Landerampe von Gleis 1 nach Gleis 3 kreuzend mit der  Verbindung Weiche 5/6).
Erst 1971 veränderte sich das Bild im Bahnhof. In beide Richtungen wurden Ausfahrsignale aufgestellt. 1977 erfolgte der Einbau von Streckenblock und 1979 wurden Indusisicherungen angebaut. Das alles verhinderte aber nicht mehr die Stilllegung, die nun Schrittweise erfolgte. Nach Jahren der Streichungen im Fahrplan wurde am 01.10.1984  der Rückbau zur unbesetzten Ladestelle vorgenommen. Gleis 2 wurde Stillgelegt und wenige Jahre später ausgebaut. 1988 wurde der Güterwagentarifpunkt Heddesheim aufgelassen und die Ladegleise inkl aller Weichen gesperrt. In den 1990ern erfolgte eine Erneuerung des Durchfahrtgleises. Dabei wurde die Verlegung des Gleiskörpers vom ehemaligen Gleis 1 ins
Gleisbett Gleis 2 und der Ausbau aller Weichen (Reste) durchgeführt.

Oben: Zustand 1982
und 2010

 

Lok der Baureihe 50
für den Gag

Feldbahn vom Lindelsgrund zum Bahnhof Heddesheim
Seit ca 1775 wurde im Lindesgrund Formsand für Eisenhütten im Bereich Stromberger Neuhütte abgebaut. Die Belieferung der Eisenhütten erfolgte mit Pferdefuhrwerken. Nach der Eröffnung der Hunsrückbahn im Jahre 1889 wurde der Sand im Bahnhof Heddesheim in Wagen verladen.
1911 wurde die erste Feldbahnstrecke (600m bis zur Straße) mit 600 mm Spurweite und einigen Kipploren in Betrieb genommen.
Gezogen wurden die Loren von Pferden, Kühen oder aber sogar durch menschliche Muskelkraft. Um den Guldenbach zu überbrücken wurde eine Holzbrücke errichtet. Erst 1924 wurde die Strecke bis zum Bahnhof Heddesheim verlängert. In den 1930er Jahren konnte der Versand nochmals gesteigert werden und die Feldbahn wurde für schwerere Züge hergerichtet. Bis zu 8 Güterwagen wurden nicht selten täglich im Bahnhof Heddesheim beladen. (ca 160t) Das erforderte 16 Fahrten der Feldbahn. In den 1960er Jahren begann der Abstieg. Viele Gießereien schlossen ihre Tore. 1972 wurde der Betrieb mit der Feldbahn eingestellt. 1974 wurden die Betriebsanlagen nach Afrika verkauft. Die Gleisanlagen im Bahnhof Heddesheim sind im Bahnhofsplan eingezeichnet. (siehe unten)

 
Oben: Streckenbilder von
Langenlonsheim und von Windesheim
Links: Hebelbank im
 Zustand 1984

Bahnhofsfahrordnung
September 1984 "Die letzte"

   

 
  • Betriebliche Besonderheiten
    Gleis 1 war nicht für Durchfahrten zugelassen. Deswegen wurden alle Zugfahrten (außer bei Kreuzungen) über Gleis 2 abgewickelt. Ein- Und Ausfahrt in Richtung Windesheim aber immer auf Hp2. Diese Tatsache ist dem Rückbau von 1945/46 zu verdanken. Vermutlich war keine nach rechts Abzweigende Weiche zur Hand. ;-)

  • Von 1960 bis 1969 wurden Abends die Wagen von Schweppenhausen, Windesheim und Heddesheim an den Ng nach Bingerbrück beigestellt. Die Köf rangierte die Wagen über die Weiche 10 an den Schluss des Ng´s in Gleis 2.


Lageplan 1979
Lageplan 1970
 
Lageplan 1946
     
 

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Letzte Änderung: Sonntag, 05 Oktober 2014

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